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Kleve - Bericht  
   
 
   
   
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Tourist-Information - Kleve  
   

Kurzbiografie: Kleve

Einwohner: ca. 52.000 in der Gesamtstadt, davon rund 45.000 im Kernbereich
Lage: Nordrhein-Westfalen, Kreis Kleve, am Niederrhein direkt an der deutsch-niederländischen Grenze, eingebettet in die flache bis sanft hügelige Landschaft zwischen Rhein und Maas auf etwa 10 bis 100 Metern Höhe
Anreise: Über die B9 und B504, die durch das Stadtgebiet führen; die A57 (Nijmegen–Krefeld) mit Anschlussstelle Kleve in der Nähe; Bahnanschluss über die Klever Bahn mit Regionalverkehr Richtung Krefeld und Düsseldorf; lokale Buslinien erschließen die Stadtteile; Grenzübergänge zu den Niederlanden fußläufig und mit dem Auto erreichbar
Besonderheiten: Erste urkundliche Erwähnung 1092, Schwanenburg als barockes Wahrzeichen auf dem Heidenberg, Geburtsort von Anna von Kleve, sechste Ehefrau Heinrichs VIII. von England, historischer Tiergarten als ältester öffentlicher Park Deutschlands, Forstgarten mit Barockarchitektur und Wasserspielen, Teil der Oranier-Route und der Niederrhein-Route, Stadtrecht seit 1242

Ortsbeschreibung: Kleve – Barocke Pracht, Oranier-Tradition und niederrheinische Lebensart am Tor zu den Niederlanden

Kleve ist eine Stadt, die ihre historische Bedeutung nicht nur bewahrt, sondern als Fundus für moderne Lebensqualität nutzt. Gelegen am Niederrhein, eingebettet in die flache, offene Landschaft zwischen Rhein und Maas, verbindet der Ort barocke Architektur mit zeitgemäßer Lebensqualität. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1092, als der Ort im Zusammenhang mit der Grafschaft Kleve dokumentiert wurde. 1242 erhielt Kleve das Stadtrecht. Diese historische Kontinuität prägt das Selbstverständnis bis heute: Kleve versteht sich nicht als museale Residenzstadt, sondern als lebendiger Knotenpunkt zwischen Geschichte, Natur und grenzüberschreitender Zusammenarbeit, in der Tradition und Offenheit sich sinnvoll verbinden.

Das kulturelle Leben Kleves ist untrennbar mit seiner fürstlichen, barocken und niederrheinischen Tradition verwoben. Die Schwanenburg mit ihrem markanten Turm, dem Museum Kurhaus Kleve und dem Panoramablick über die Rheinebene ist nicht nur architektonisches Kleinod, sondern auch kultureller und gesellschaftlicher Mittelpunkt der Stadt. Der historische Tiergarten, angelegt im 17. Jahrhundert als einer der ersten öffentlichen Parks Europas, und der Forstgarten mit barocken Wasserspielen dokumentieren die reiche Gartenkunst der Region. Das kulturelle Angebot wird durch ein lebendiges Vereinsleben ergänzt: Schützenvereine, Karnevalsclubs, Musikvereine, Sportclubs und die Freiwillige Feuerwehr organisieren das Jahr über Feste, Umzüge und Begegnungen, die den sozialen Zusammenhalt stärken. Besonders das Schützenfest, der Weihnachtsmarkt auf dem Großen Markt, das Stadtfest und die Klever Kulturtage ziehen Besucher aus der ganzen Region an.

Ein besonderes kulturelles Alleinstellungsmerkmal Kleves ist die Verbindung von barocker Residenzkultur und grenzüberschreitender Offenheit. Der Niederrhein gilt als Region der offenen Herzen und der internationalen Verflechtung, und Kleve ist ihr historischer Vertreter. Die Kunst des Miteinanders – bei Stadtfesten, Vereinsjubiläen, grenzüberschreitenden Events oder einfach auf dem Marktplatz – ist kein bloßes Ritual, sondern gelebte Alltagskultur, die Gastfreundschaft, Neugier und Gemeinschaft stiftet. In den Gaststätten, Kulturzentren und Bürgerhäusern wird diese Tradition gepflegt und an Besucher weitergegeben.

Die regionale Küche ist ein weiterer kultureller Anker. Typisch niederrheinische Gerichte wie Himmel un Ääd, Rheinischer Sauerbraten, Reibekuchen mit Apfelmus, Flönz oder Mutzenmann werden in den Gaststätten gepflegt. Zunehmend setzen lokale Wirte und Erzeuger auf regionale Produkte: Gemüse aus der Börde, Fisch vom Rhein, Fleisch von Höfen der Umgebung, Honig und Beeren finden den Weg auf die Teller. Wochenmärkte, das Marktplatzfest und kulinarische Events bieten Plattformen für Direktvermarktung und Begegnung.

Wirtschaftlich erfüllt Kleve die Funktion eines Mittelzentrums im Kreis Kleve mit starkem grenzüberschreitendem Profil. Zu den wichtigsten Erwerbsquellen zählen der Tourismus mit Schwanenburg, Museen und Gartenkultur, mittelständische Unternehmen aus den Bereichen Logistik, Handwerk, Dienstleistung und Einzelhandel. Die traditionelle Prägung durch Handel und Landwirtschaft hat sich zu modernen Branchen weiterentwickelt. Die verkehrsgünstige Lage an der A57 und der Bahnanschluss fördern Pendlerströme: Viele Erwerbstätige arbeiten in den nahen Zentren Krefeld, Düsseldorf, Nijmegen (NL) oder bei Unternehmen der Umgebung, auch in den Niederlanden. Der Tourismus spielt eine wachsende Rolle: Kulturinteressierte auf der Oranier-Route, Radfahrer auf dem Niederrhein-Radweg, Geschichtsfreunde und Gartenliebhaber schätzen die Authentizität und Vielfalt der Stadt.

Die politische Kultur Kleves ist geprägt von bürgernaher Mitgestaltung und pragmatischer, grenzüberschreitender Zusammenarbeit. Als Kreisstadt und Mittelzentrum wirkt Kleve über den Stadtrat und den Bürgermeister an regionalen und europäischen Entscheidungen mit. Themen wie Innenstadtbelebung, grenzüberschreitende Mobilität, Tourismusentwicklung und die Stärkung der lokalen Wirtschaft stehen regelmäßig auf der Agenda. Der demografische Wandel wird aktiv gestaltet: Durch attraktiven Wohnraum, gute Schulen und Kitas, die europäische Ausrichtung und ein starkes Vereinsnetzwerk gelingt es, junge Familien im Ort zu halten.

Gesellschaftlich ist Kleve ein Ort des Miteinanders. Die niederrheinische Mentalität – lebensfroh, offen, herzlich, mit einer Prise Karneval – prägt das Zusammenleben. Kirchliche Gemeinden, interkulturelle Initiativen, deutsch-niederländische Projekte und Nachbarschaftshilfe gestalten das Miteinander. Die Ruhe des Tiergartens, die Kraft der Geschichte und die Wärme der Gastfreundschaft schaffen einen Raum, in dem Menschen zur Besinnung kommen. Für Besucher bietet Kleve einen authentischen Einblick in die Kultur einer historischen Residenzstadt mit modernem, europäischem Puls. Es ist ein Ort, an dem man barocke Geschichte auf der Schwanenburg anfassen, niederrheinische Küche genießen und mit Einheimischen bei einem Alt ins Gespräch kommen kann. Die Kultur ist hier keine Inszenierung, sondern gelebte Praxis. Wer Deutschland jenseits der Großstädte verstehen will, findet in Kleve ein Beispiel dafür, wie historische Substanz, grenzüberschreitende Offenheit und moderne Lebensqualität sich verbinden lassen.

Ausflüge in die Umgebung

Schwanenburg: Barocke Höhenburg mit Museum Kurhaus, Turm und Panoramablick – direkt im Stadtzentrum.

Historischer Tiergarten: Ältester öffentlicher Park Deutschlands mit Wanderwegen und Naturerlebnis – direkt angrenzend.

Forstgarten: Barocker Garten mit Wasserspielen, Architektur und Kulturveranstaltungen – direkt im Ort.

Niederrhein-Radweg: Beliebte Route durch die flache Landschaft, perfekt für Tages- und Mehrtagestouren – direkt durch Kleve führend.

Nijmegen (NL): Älteste Stadt der Niederlande mit Kultur, Markt und Geschichte – rund 20 Minuten mit Bahn oder Auto.

Krefeld: Seidenstadt mit Kaiser-Wilhelm-Museum, Zoo und Kultur – etwa 25 Minuten mit Bahn oder Auto.

Düsseldorf: Landeshauptstadt mit Königsallee, Rheinufer und Kultur – etwa 40 Minuten mit Bahn oder Auto.

Xanten: Römerstadt mit Archäologischem Park, Dom und Kultur – etwa 25 Minuten mit dem Auto.

Goch: Nachbarstadt mit Historischem Kern und Nahversorgung – etwa 15 Minuten mit dem Auto.

Naturpark Maas-Schwalm-Nette: Großschutzgebiet mit Wäldern, Heide und Wanderwegen – etwa 20 Minuten mit dem Auto.

Kleve

 

 
   
   
 
   
   

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