..:  Looking-at-germany  :..
deutschland   
   
Fotografien aus Italien  
   
   
xxxxx
   
   
»
Mayen - Bericht  
   
 
   
   
»
Tourist-Information - Mayen  
   

Kurzbiografie: Mayen

Einwohner: ca. 19.700 in der Stadt, Landkreis Mayen-Koblenz rund 221.000 Einwohner
Lage: Rheinland-Pfalz, Landkreis Mayen-Koblenz, in der östlichen Vulkaneifel; liegt am Fluss Nette auf etwa 230 m ü. NHN, eingebettet zwischen Eifel-Höhen und dem Koblenz-Neuwieder Becken, etwa 30 km westlich von Koblenz und 45 km südlich von Bonn
Anreise: Autobahnen A61 (Köln–Ludwigshafen) und A48 (Trier–Koblenz) in der Nähe; Bundesstraßen B256, B258 und B262 durchqueren das Stadtgebiet; Bahnverkehr über die Bahnhöfe Mayen Ost und Mayen West an der Eifelquerbahn mit Regionalverbindungen nach Andernach, Koblenz und Kaisersesch; Busnetz des Verkehrsverbunds Rhein-Mosel (VRM) erschließt die Region; gut ausgebautes Radwegenetz mit Anbindung an Maifeld-Radweg und Vulkan-Route
Besonderheiten: Erste urkundliche Erwähnung 847 als "Megina", Stadtrechte 1291 durch Rudolf von Habsburg; Genovevaburg aus dem 13. Jahrhundert als Wahrzeichen mit Eifelmuseum und Deutschem Schieferbergwerk; Pfarrkirche St. Clemens mit verdrehtem Turm; mittelalterliche Stadtbefestigung mit Obertor, Brückentor und Wehrgang; Teil des UNESCO Global Geoparks Vulkanland Eifel; Mayener Grubenfeld mit Lapideapark des Bildhauersymposiums; traditionelle Basalt- und Schieferverarbeitung; Lukasmarkt als historischer Jahrmarkt im Oktober; neun Stadtteile verteilen sich auf 58 km²

Ortsbeschreibung: Mayen – Tor zur Eifel, vulkanisches Erbe und handwerkliche Tradition am Nette-Tal

Mayen ist eine Stadt, die Geschichte atmet und Vulkanismus lebt. Am Rand der Vulkaneifel gelegen, wo sich die hügelige Landschaft zum Rhein hin öffnet, verbindet der Ort natürliche Kraft mit kultureller Tiefe. Die erste urkundliche Erwähnung 847 als "Megina" markiert den Beginn einer über 1.100-jährigen Geschichte, doch die Wurzeln reichen noch weiter zurück: Bereits in römischer Zeit war Mayen Station an der Fernstraße Trier–Andernach, und Töpfereien aus Mayener Ware fanden in ganz Mitteleuropa Verbreitung. Diese historische Kontinuität prägt das Selbstverständnis bis heute: Mayen versteht sich nicht als verschlafener Flecken, sondern als lebendiges Zentrum der Vulkaneifel, in der Natur, Handwerk und Gemeinschaft sich sinnvoll verbinden.

Das kulturelle Leben Mayens ist vielfältig und von der vulkanischen Prägung der Region verwoben. Die Genovevaburg, im 13. Jahrhundert erbaut und in die mittelalterliche Stadtbefestigung eingebunden, ist das architektonische Wahrzeichen und beherbergt heute das Eifelmuseum sowie das Deutsche Schieferbergwerk – ein einzigartiges Erlebnis unter Tage. Die Pfarrkirche St. Clemens mit ihrem charakteristisch verdrehten Turm ist spiritueller Mittelpunkt und Zeitdokument aus verschiedenen Bauepochen. Das Mayener Grubenfeld, ein stillgelegter Basaltsteinbruch, wurde zum Kulturort umgestaltet: Der Lapideapark des internationalen Bildhauersymposiums verbindet Kunst mit industrieller Geschichte.

Ein besonderes Alleinstellungsmerkmal Mayens ist die Verbindung von vulkanischer Geologie, handwerklicher Tradition und kultureller Vielfalt. Die Region um Mayen ist geprägt von Maaren, Lavaströmen und Tuffsteinvorkommen – der Vulkanpark im Landkreis Mayen-Koblenz macht diese feurige Vergangenheit erlebbar. Gleichzeitig pflegt Mayen eine lebendige Handwerkstradition: Basaltlava und Schiefer wurden hier über Jahrhunderte abgebaut und verarbeitet, und Unternehmen wie die Kartonfabrik WEIG oder Brohl Wellpappe setzen diese Tradition in moderner Form fort. Der Lukasmarkt, bereits im 15. Jahrhundert urkundlich erwähnt, ist bis heute einer der größten Jahrmärkte der Region.

Wirtschaftlich ist Mayen ein ausgewogener Mix aus Industrie, Handwerk, Dienstleistung und Tourismus. Der Basalt- und Schieferabbau prägt nach wie vor die Landschaft, während Unternehmen aus den Bereichen Maschinenbau, Verpackung und Kunststoffverarbeitung Arbeitsplätze schaffen. Die gute Verkehrsanbindung an A61 und A48 sowie die Nähe zu Koblenz und Bonn fördern Pendlerströme, während die ruhige Lage und die hohe Lebensqualität Zuzügler anziehen. Der Tourismus profitiert von der Kombination aus Vulkanlandschaft, Kultur und Erholung.

Die politische Kultur Mayens ist geprägt von bürgernaher Mitgestaltung und einem starken Ehrenamt. Als Große kreisangehörige Stadt im Landkreis Mayen-Koblenz wirkt Mayen über lokale Initiativen, Vereine und den Stadtrat aktiv an der Entwicklung mit. Themen wie Ortskernentwicklung, nachhaltige Mobilität, Umnutzung von Industriebrachen und die Stärkung des Vereinslebens stehen regelmäßig auf der Agenda.

Gesellschaftlich ist Mayen ein Ort des Miteinanders. Die eifeler Mentalität – bodenständig, hilfsbereit, naturverbunden – prägt das Zusammenleben. Kirchliche Gemeinden, Vereine, Kulturinitiativen und Nachbarschaftsnetzwerke stiften Identität und Zusammenhalt. Nicht zuletzt die lange Tradition als Marktort und Handwerkerstadt hat eine weltoffene, gastfreundliche Haltung in der Bevölkerung verankert.

Ausflüge in die Umgebung

Genovevaburg: Historische Burg mit Eifelmuseum und Schieferbergwerk – im Südwesten der Altstadt.
St. Clemens-Kirche: Pfarrkirche mit verdrehtem Turm – im Stadtzentrum.
Obertor und Brückentor: Mittelalterliche Stadttore – in der Altstadt.
Mayener Grubenfeld: Stillgelegter Basaltbruch mit Lapideapark – am Stadtrand.
Erlebniswelten Grubenfeld: Vulkanpark-Erlebniszentrum – direkt am Grubenfeld.
Nettebad: Sport- und Freizeitbad mit Rutsche – im Nettetal.
Tolli-Park: Erlebnispark für Familien – nahe der Innenstadt.
Laacher See: Vulkanischer Kratersee mit Abtei Maria Laach – ca. 15 km.
Mendig: Lavadome und Vulkanpark-Infozentrum – ca. 10 km.
Koblenz: Deutsches Eck, Festung Ehrenbreitstein und Kultur – ca. 30 km.
Burg Eltz: Märchenburg im Elztal – ca. 25 km.
Mosel: Weinorte, Flusslandschaft und Radwege – ca. 20 km.
Maifeld-Radweg: Flussbegleitende Radroute durch die Börde – direkt zugänglich.
Eifelsteig: Fernwanderweg durch die Vulkaneifel – in der Nähe.

Mayen

Hinweise: Mayen ist eine Große kreisangehörige Stadt im Landkreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz und liegt am Fluss Nette in der östlichen Vulkaneifel. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 847 als "Megina", die Stadtrechte wurden 1291 verliehen. Die Genovevaburg mit Eifelmuseum und Deutschem Schieferbergwerk sowie die Pfarrkirche St. Clemens sind die kulturellen Highlights. Mayen ist gut mit dem Auto erreichbar: Die Autobahnen A61 und A48 liegen in der Nähe, Parkmöglichkeiten sind im Ortskern und an den Sehenswürdigkeiten ausreichend vorhanden. Öffentlicher Nahverkehr wird über das Busnetz des VRM abgedeckt; die Bahnhöfe Mayen Ost und Mayen West bieten Regionalverbindungen nach Andernach, Koblenz und Kaisersesch. Der Vulkanpark im Landkreis Mayen-Koblenz ist Teil des UNESCO Global Geoparks Vulkanland Eifel und bietet geführte Touren, Lehrpfade und das Erlebniszentrum am Mayener Grubenfeld. Der Lukasmarkt im Oktober ist das größte Volksfest der Region und lockt tausende Besucher an. Für einen Besuch sollten mindestens ein halber Tag eingeplant werden, ideal ist eine Kombination aus Burgbesichtigung, Grubenfeld-Erlebnis und einem Spaziergang durch die historische Altstadt. Mayen lohnt sich als Tagesziel für Kulturinteressierte, Geologie-Fans und Naturliebhaber oder als Basis für Erkundungen in der Vulkaneifel und an der Mosel. Bitte respektieren Sie die Ruhe in den Wohngebieten und die Sicherheitsvorschriften bei Besuchen im Schieferbergwerk.

 

 
   
   
 
   
   

  Deutschlandbilder  www.Looking-at-germany.com