Kurzbiografie: Neubukow
Einwohner: ca. 3.969 in der Stadt (Stand 31. Dez. 2024), Landkreis Rostock rund 225.000 Einwohner [[1]]
Lage: Mecklenburg-Vorpommern, Landkreis Rostock; liegt zwischen den Hansestädten Wismar und Rostock auf etwa 15 m ü. NHN, eingebettet in die sanfte Küstenlandschaft des nördlichen Mecklenburgs, etwa 11 km von der Ostseeküste bei Rerik entfernt und etwa 25 km westlich von Rostock [[1]]
Anreise: Bahnhof Neubukow an der Bahnstrecke Wismar–Rostock mit Regionalbahn RB11 im Stundentakt; Bundesstraße B105 durchquert die Stadt und verbindet mit Wismar und Bad Doberan; Autobahn A20 mit Anschlussstelle Kröpelin ca. 10 km entfernt, A14 mit Anschlussstelle Kritzow ca. 20 km entfernt; Buslinien der Regionalverkehrsgesellschaft erschließen die Umgebung; gut ausgebautes Radwegenetz mit Anbindung an Ostseeküsten-Radweg und lokale Mecklenburg-Routen
Besonderheiten: Erste urkundliche Erwähnung 1260 als "novum oppidum bukow" (neue Stadt Bukow), Name abgeleitet vom slawischen "buk" (Buche) [[1]]; seit August 2021 offiziell "Schliemannstadt" als Geburtsort des Archäologen Heinrich Schliemann (1822–1890) [[1]]; Stadtkirche St. Peter und Paul als ältestes Gebäude der Stadt, gotische Hallenkirche aus dem 13. Jahrhundert mit 52 m hohem Westturm [[1]]; barockes Rathaus von 1788 mit Mansarddach und Mittelgiebel; Heinrich-Schliemann-Gedenkstätte im um 1780 erbauten Rektorhaus; Galerie-Holländerwindmühle von 1910 mit funktionstüchtigem Flügelsystem und Bilauschen Ventikanten; historische Wassermühle von 1304 mit Fischtreppe am Hellbach; jüdischer Friedhof mit Gedenktafel von 1983; Teil des Naturparks Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See
Ortsbeschreibung: Neubukow – Schliemann-Erbe, Backsteinromantik und Küstennähe im nördlichen Mecklenburg
Neubukow ist eine Stadt, die Geschichte atmet und Küstenruhe schenkt. Zwischen Wismar und Rostock gelegen, eingebettet in die sanfte Landschaft des nördlichen Mecklenburgs, verbindet der Ort mittelalterliche Substanz mit moderner Lebensqualität. Die erste urkundliche Erwähnung 1260 als "novum oppidum bukow" markiert den Beginn einer über 750-jährigen dokumentierten Stadtgeschichte. Diese historische Kontinuität prägt das Selbstverständnis bis heute: Neubukow versteht sich nicht als Rostocker Vorort, sondern als lebendige Schliemannstadt mit eigenem Profil, in der Tradition, Kultur und Gemeinschaft sich sinnvoll verbinden.
Das kulturelle Leben Neubukows ist vielfältig und von der reichen Geschichte verwoben. Die Stadtkirche St. Peter und Paul, eine gotische Hallenkirche aus dem 13. Jahrhundert, ist spiritueller Mittelpunkt und architektonisches Wahrzeichen mit ihrem 52 m hohen Westturm, der früher als Seezeichen diente [[1]]. Das barocke Rathaus von 1788 mit seinem Mansarddach und Mittelgiebel dokumentiert bürgerlichen Stolz. Die Heinrich-Schliemann-Gedenkstätte im historischen Rektorhaus erzählt die Lebensgeschichte des berühmten Archäologen, der Troja entdeckte und Neubukow weltberühmt machte. Das kulturelle Angebot wird durch ein lebendiges Vereinsleben ergänzt: Schützenverein, Carneval-Club, Sportvereine, Heimatvereine und die Freiwillige Feuerwehr organisieren das Jahr über Feste, Konzerte und Begegnungen.
Ein besonderes Alleinstellungsmerkmal Neubukows ist die Verbindung von Schliemann-Geschichte, historischer Mühlenkultur und Küstennähe. Die Galerie-Holländerwindmühle von 1910 mit ihrem funktionstüchtigen Flügelsystem und den seltenen Bilauschen Ventikanten ist eine technische Besonderheit [[1]]. Die historische Wassermühle von 1304 mit der 107 Meter langen Fischtreppe am Hellbach ermöglicht Meeresforellen den Zugang zu ihren Laichplätzen – ein gelungenes Beispiel für Naturschutz und Technik. Die Nähe zur Ostsee, zum Salzhaff und zu den Seebädern Rerik und Kühlungsborn schafft eine einzigartige Atmosphäre der Entschleunigung bei gleichzeitiger Erreichbarkeit.
Wirtschaftlich ist Neubukow ein ausgewogener Mix aus Handwerk, Tourismus, Verwaltung und Landwirtschaft. Die gute Verkehrsanbindung an B105 und die Bahnverbindung nach Rostock und Wismar fördern Pendlerströme, während die ruhige Lage und die hohe Lebensqualität Zuzügler anziehen. Der Tourismus profitiert von der Kombination aus Kultur, Natur und mecklenburgischer Gastfreundschaft.
Die politische Kultur Neubukows ist geprägt von bürgernaher Mitgestaltung und einem starken Ehrenamt. Als amtsfreie Landstadt im Landkreis Rostock wirkt Neubukow über lokale Initiativen, Vereine und die Stadtvertretung aktiv an der Entwicklung mit.
Gesellschaftlich ist Neubukow ein Ort des Miteinanders. Die mecklenburgische Mentalität – bodenständig, hilfsbereit, naturverbunden – prägt das Zusammenleben.
Ausflüge in die Umgebung
Stadtkirche St. Peter und Paul: Gotische Hallenkirche mit 52 m Turm – im Altstadtzentrum.
Rathaus: Barocker Bau von 1788 – am Marktplatz.
Heinrich-Schliemann-Gedenkstätte: Museum im historischen Rektorhaus – Am Brink.
Galerie-Holländerwindmühle: Funktionstüchtige Mühle von 1910 – nordwestlich der Stadt.
Wassermühle mit Fischtreppe: Historische Mühle von 1304 – am Hellbach.
Hellbachtal: "Grüner Gürtel" mit Wanderwegen – durch die Stadt führend.
Salzhaff: Binnengewässer mit Bade- und Surf possibilities – ca. 5 km.
Rerik: Ostseebad mit Strand und Hafen – ca. 10 km.
Kühlungsborn: Seebad mit Promenade und Molli-Bahn – ca. 15 km.
Wismar: Hansestadt mit UNESCO-Altstadt – ca. 25 km.
Rostock: Universitätsstadt mit Hafen und Kultur – ca. 25 km.
Ostseeküsten-Radweg: Fernradroute entlang der Küste – in der Nähe.
Neubukow
Hinweise: Neubukow ist eine amtsfreie Landstadt im Landkreis Rostock in Mecklenburg-Vorpommern und liegt zwischen Wismar und Rostock, etwa 11 km von der Ostseeküste entfernt. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1260 als "novum oppidum bukow", der Name leitet sich vom slawischen "buk" (Buche) ab. Seit August 2021 trägt die Stadt offiziell den Namenszusatz "Schliemannstadt" als Geburtsort des Archäologen Heinrich Schliemann [[1]]. Die Stadtkirche St. Peter und Paul, das barocke Rathaus und die Heinrich-Schliemann-Gedenkstätte sind die kulturellen Highlights. Neubukow ist gut mit der Bahn erreichbar: Der Bahnhof liegt an der Strecke Wismar–Rostock mit der RB11 im Stundentakt. Für Autofahrer ist die B105 gut geeignet; Parkmöglichkeiten sind im Ortskern ausreichend vorhanden. Die Galerie-Holländerwindmühle und die Wassermühle mit Fischtreppe können besichtigt werden – Öffnungszeiten vorher prüfen. Die Heinrich-Schliemann-Gedenkstätte bietet Einblicke in das Leben des berühmten Archäologen – Öffnungszeiten vorher erfragen. Der Hellbach und das Salzhaff laden zu Spaziergängen und Naturbeobachtungen ein. Für einen Besuch sollten mindestens ein halber Tag eingeplant werden, ideal ist eine Kombination aus Altstadtrundgang, Museumsbesuch und einer Wanderung im Hellbachtal oder einem Abstecher zur Ostsee. Neubukow lohnt sich als Tagesziel für Kulturinteressierte, Geschichtsliebhaber, Naturliebhaber und Erholungssuchende oder als ruhige Basis für Erkundungen an der mecklenburgischen Ostseeküste und im Raum Rostock-Wismar. Bitte respektieren Sie die Ruhe in den Wohngebieten, die historische Bausubstanz und die empfindliche Natur bei Ihrem Besuch. |