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Erftkreis - Bericht  
   
 
   
   
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Tourist-Information - Erftkreis  
   

Kurzbiografie: Erftkreis (heute Rhein-Erft-Kreis)

Einwohner: ca. 450.000 im heutigen Rhein-Erft-Kreis (Nachfolger des Erftkreises)
Lage: Nordrhein-Westfalen, zwischen Köln und Aachen, im Herzen der Kölner Bucht, eingebettet in die sanfte Hügellandschaft zwischen Rhein und Erft auf etwa 50 bis 150 Metern Höhe
Anreise: Über die A1, A4, A61 und A553 mit direkter Anbindung an das Autobahnnetz; Bahnanschluss über zahlreiche Regional- und S-Bahn-Linien (S6, S11, S12, S13, S19, RE1, RE5, RE8 etc.) mit Verbindungen nach Köln, Aachen, Bonn und Düsseldorf; Buslinien mehrerer Verkehrsgesellschaften (RVK, VRS) erschließen alle Gemeinden; Köln Hauptbahnhof etwa 15-30 Minuten, Aachen Hauptbahnhof etwa 30-40 Minuten entfernt
Besonderheiten: Der Erftkreis existierte als Verwaltungseinheit von 1972 bis 2003, seitdem umbenannt in Rhein-Erft-Kreis; namensgebend ist der Fluss Erft, der die Region durchfließt; historische Bedeutung durch Braunkohleabbau und Rekultivierung zu Naherholungsgebieten; reich an römischer Geschichte (Römerkanal, Villa Rustica); Teil der Kölner Bucht mit fruchtbarer Börde-Landschaft; lebendige Kulturlandschaft mit Schlössern, Burgen und Fachwerkorten; starke Pendlerverbindung nach Köln; multikulturelle Bevölkerung durch Nähe zur Großstadt

Ortsbeschreibung: Erftkreis/Rhein-Erft-Kreis - Erft, Börde und rheinische Gemeinschaft zwischen Köln und Aachen

Der Erftkreis, heute Rhein-Erft-Kreis, ist eine Region, die ihre reiche Geschichte nicht nur bewahrt, sondern im Alltag lebendig werden lässt. Gelegen zwischen Köln und Aachen, eingebettet in die sanfte Hügellandschaft der Kölner Bucht zwischen Rhein und Erft, verbindet der Kreis jahrhundertealte Börde-Tradition mit einer modernen, wirtschaftsstarken Regionalentwicklung. Die Wurzeln der Region reichen bis in die Römerzeit zurück: Die Eifelwasserleitung, die das antike Köln mit Trinkwasser versorgte, durchquerte das Gebiet. Im Mittelalter prägten Burgen, Klöster und die Landesherrschaft des Erzbistums Köln die Region. 1972 wurde der Erftkreis im Rahmen der kommunalen Neuordnung gegründet, 2003 in Rhein-Erft-Kreis umbenannt. Diese historische Kontinuität prägt das Selbstverständnis bis heute: Der Rhein-Erft-Kreis versteht sich nicht als anonyme Pendlerregion, sondern als lebendiger Teil der rheinischen Kulturlandschaft, in der Geschichte, Landwirtschaft und Gemeinschaft sich sinnvoll verbinden.

Das kulturelle Leben im Rhein-Erft-Kreis ist untrennbar mit seiner Erft-, Börde- und Schlösser-Tradition verwoben. Zahlreiche historische Bauten prägen die Region: Schloss Augustusburg und Falkenlust in Brühl (UNESCO-Welterbe), Burg Hemmersbach in Kerpen, Schloss Gracht in Erftstadt-Liblar, die Abtei Brauweiler und viele weitere. Die Erft als romantischer Fluss mit Promenaden, Radwegen und renaturierten Abschnitten ist gesellschaftlicher Treffpunkt. Die fruchtbare Zülpicher Börde mit ihren Feldern und Wegen bietet Naturerlebnis. Das kulturelle Angebot wird durch ein lebendiges Vereinsleben ergänzt: Hunderte Vereine organisieren das gesellschaftliche Miteinander – Musikvereine, Gesangvereine, Sportclubs, Karnevalsvereine, Schützenbruderschaften und Freiwillige Feuerwehren gestalten das Jahr über Feste, Umzüge und Begegnungen, die den sozialen Zusammenhalt stärken. Besonders die Karnevalshochburg mit traditionellen Umzügen, Weihnachtsmärkte in den Kreisstädten, Stadtfeste, Kulturtage und regionale Veranstaltungen ziehen Besucher aus der ganzen Region an und verbinden Generationen.

Die regionale Küche ist ein weiterer kultureller Anker. Typisch rheinische und Erftkreis-Gerichte wie Rheinischer Sauerbraten, Himmel un Ääd, Reibekuchen mit Rübenkraut, Börde-Spezialitäten oder regionale Fischgerichte werden in den Gaststätten gepflegt. Die ländliche Prägung der Region spiegelt sich in der Küche wider: Frische Milchprodukte, Fleisch von regionalen Höfen, Kartoffeln, Gemüse und Obst aus dem Umland, insbesondere aus der fruchtbaren Kölner Börde, finden den Weg auf die Teller. Zunehmend setzen lokale Wirte und Erzeuger auf regionale Produkte und Direktvermarktung. Diese kulinarische Identität wird auch bei Festen und Vereinsveranstaltungen gefeiert und trägt zum Gemeinschaftsgefühl bei. Die rheinische Kaffeetafel mit hausgemachtem Kuchen und regionalem Gebäck ist dabei ein besonderes kulturelles Ritual, das Geselligkeit und Genuss verbindet.

Wirtschaftlich erfüllt der Rhein-Erft-Kreis die Funktion eines wirtschaftsstarken suburbanen Raumes im Einzugsbereich von Köln. Zu den wichtigsten Arbeitgebern zählen mittelständische Unternehmen aus den Bereichen Logistik, Handel, Handwerk, Dienstleistung, die öffentliche Verwaltung, sowie der Tourismus mit Hotels und Gaststätten. Die traditionelle Prägung der Region – geprägt durch Landwirtschaft, Braunkohleabbau und Kleingewerbe – wirkt bis heute nach. Die Rekultivierung ehemaliger Tagebauflächen zu Naherholungsgebieten wie dem Blauen See in Hürth, dem Liblarer See oder dem Kerpener See schafft neue Perspektiven für Freizeit und Naturschutz. Die verkehrsgünstige Lage im Autobahnkreuz und im VRS-Gebiet fördert Pendlerströme: Viele Erwerbstätige arbeiten in Köln, Bonn, Aachen oder bei großen Unternehmen der Umgebung. Der Tourismus spielt eine wachsende, aber kontrollierte Rolle: Kulturinteressierte, Schloss-Besucher, Wanderer an der Erft, Radfahrer auf dem Erft-Radweg, Naturliebhaber in den rekultivierten Seenlandschaften und Geschichtsinteressierte schätzen die Authentizität und Vielfalt der Region. Die Infrastruktur des täglichen Bedarfs ist gut ausgebaut: Der Kreis verfügt über Schulen, Kindergärten, Ärzte, Apotheken und Einkaufsmöglichkeiten in allen Gemeinden.

Die politische Kultur des Rhein-Erft-Kreises ist geprägt von bürgernaher Mitgestaltung und pragmatischer Zusammenarbeit. Als Kreis im Regierungsbezirk Köln wirkt der Rhein-Erft-Kreis über den Kreistag und den Landrat an regionalen Entscheidungen mit. Themen wie bezahlbarer Wohnraum, Nahmobilität, Digitalisierung, Klimaschutz, Rekultivierung ehemaliger Braunkohleflächen, Tourismusförderung und die Stärkung der regionalen Wirtschaft stehen regelmäßig auf der Agenda. Der demografische Wandel wird aktiv gestaltet: Durch attraktive Wohnquartiere im Grünen, gute Schulen und Kitas sowie ein starkes Vereinsnetzwerk gelingt es, junge Familien in der Region zu halten. Die Städtepartnerschaften mit europäischen Gemeinden unterstreichen den internationalen Horizont des Kreises.

Gesellschaftlich ist der Rhein-Erft-Kreis ein Ort des Miteinanders in Vielfalt. Die rheinische Mentalität – lebensfroh, offen, herzlich, karnevalistisch – prägt das Zusammenleben. Kirchliche Gemeinden, interkulturelle Initiativen, Vereine und Nachbarschaftshilfe gestalten das Miteinander. Die Ruhe der Kölner Bucht, die Kraft der historischen Kulturlandschaft und die Wärme der Gastfreundschaft schaffen einen Raum, in dem Menschen unterschiedlichster Herkunft zur Begegnung kommen. Für Besucher bietet der Rhein-Erft-Kreis einen authentischen Einblick in die Kultur einer historischen rheinischen Region in Nordrhein-Westfalen. Es ist ein Ort, an dem man Geschichte in den Schlössern erleben, an der Erft spazieren, auf dem Erft-Radweg radeln, in den rekultivierten Seenlandschaften entspannen und mit Einheimischen ins Gespräch kommen kann. Die Kultur ist hier keine Inszenierung, sondern gelebte Praxis. Wer Deutschland jenseits der Großstädte verstehen will, findet im Rhein-Erft-Kreis ein Beispiel dafür, wie Börde-Tradition, rheinische Geschichte und regionale Gemeinschaft sich verbinden lassen.

Ausflüge in die Umgebung

Schloss Augustusburg Brühl: UNESCO-Welterbe mit barockem Schloss und Park – in Brühl.

Schloss Falkenlust: Jagdschloss im Brühler Schlosspark – in Brühl.

Abtei Brauweiler: Historische Klosteranlage mit Kulturveranstaltungen – in Pulheim.

Erft: Romantischer Fluss mit Radwegen, Wanderwegen und renaturierten Abschnitten – direkt durch den Kreis fließend.

Erft-Radweg: Beliebte Radroute entlang der Erft von der Quelle bis zur Mündung – direkt durch den Kreis führend.

Rekultivierte Seenlandschaften: Blauer See (Hürth), Liblarer See (Erftstadt), Kerpener See – im gesamten Kreis.

Zülpicher Börde: Fruchtbares Ackerland mit sanften Hügeln, Radwegen und Naturerlebnis – im Süden des Kreises.

Köln: Dom, Museen, Altstadt und Rheinufer – etwa 15-30 Minuten mit Bahn oder Auto erreichbar.

Aachen: Kaiserstadt mit Dom, Rathaus, Thermalquellen und kulturellem Angebot – etwa 30-40 Minuten mit Bahn oder Auto erreichbar.

Bonn: Bundesstadt mit Beethoven-Haus, Museumsmeile und kulturellem Angebot – etwa 25-40 Minuten mit Bahn oder Auto erreichbar.

Frechen: Stadt mit Keramikmuseum und kulturellem Angebot – direkt im Kreis.

Kerpen: Stadt mit Historischem Rathaus und kulturellem Angebot – direkt im Kreis.

Erftstadt: Stadt mit Schloss Gracht und Naherholung – direkt im Kreis.

Bergheim: Kreisstadt mit Historischem Rathaus und kulturellem Angebot – direkt im Kreis.

Rhein-Erft-Kreis (Nordrhein-Westfalen)

Hinweis: Der Erftkreis wurde 1972 gegründet und 2003 in Rhein-Erft-Kreis umbenannt. Der Kreis umfasst heute 10 Städte und Gemeinden: Bergheim, Brühl, Elsdorf, Erftstadt, Frechen, Hürth, Kerpen, Pulheim, Wesseling und Bedburg.

 

 
   
   
 
   
   

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